Was ist ein Halbgott?
In der Mythenwelt Polynesiens sind viele göttliche und gottähnliche Wesen zuhause. Sie sind einerseits reine Götter und andererseits Mischlinge zwischen Gott und Mensch oder auch Menschen, die in der Obhut von Göttern heranwachsen und von ihnen besondere Fähigkeiten erhalten. Man spricht dann von Halbgöttern.
Wer ist Māui?
Im Kumulipo (der hawaiianischen Schöpfungsgeschichte) ist Māui der Sohn von Hina und ‘Akalana und hat noch drei Brüder: Māui mua, Māui waena, Māui ki’iki’i. Die vier Brüder mit den Namen Māui sind Teil der hawaiianischen Legende.
Es handelt sich um eine normale, durchschnittliche Familie, wäre da nicht der
jüngste, Māui, der durch List und Tricks ungewohnte Aktionen setzt. Die Legenden von Hawai’i, Tonga, Tahiti und Neuseeland machen ihn zum „Entdecker des Feuers“, „den Fänger der Sonne“ oder „den
Fischer, der Inseln ans Licht zieht“. Die Legenden sind unterschiedlich, aber wenn auch Tausende Meilen zwischen den Inselgruppen liegen, sind die Legenden ähnlicher als man erwartet.
Und, ……. überall sprechen die Menschen von Māui mit Humor und Bewunderung.
Māui ist der wichtigste Halbgott in der Mythologie Polynesiens und einer der beliebtesten mystischen Helden. Er hat übernatürliche Kräfte und die Fähigkeit, sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln. Seinen magischen Angelhaken „Manaiakalani“ hat er dabei stets an seiner Seite.
Die zweitgrößte Insel der acht Hauptinseln des Archipels Hawai’i ist nach ihm benannt.
Es gibt fünf Legenden über Māui.
Māuis Taktik und Motive waren oft schelmisch und vorsätzlich. Manche seiner magischen Fähigkeiten und Intrigen hatten zufällige Folgen. So führte sein Verhalten aus Versehen zur Geburt Polynesiens und seiner Kulturen.
Zwei dieser fünf Legenden stelle ich Dir heute vor: